Die Heilige Lucia wurde in Syrakus dem heutigen Siracusa in Sizilien geboren. Am 13. Dezember wird ihr Namenstag in vielen Regionen gefeiert. Lucienbraeuche gibt es in Italien, Ungarn, Serbien, Schweden und Sueddeutschland. Der Name Lucia ist vom lateinischen Lux abgeleitet und bedeutet Licht. An vielen Orten werden am Luciatag Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt. Bluehen die Kirschzweige bis Ende des Jahres, so soll einem das Glueck fuer das kommende Jahr hold sein.
In Sueddeutschland gedenkt man der Sizilianerin mit einem schoenen Brauch, den Lichterhaeusln. Am 13. Dezember werden in Fuerstenfeldbruck bei Muenchen Lichthaeusel auf einem kleinen Nebenflus der Isar schwimmen gelassen. Die Kinder basteln in der Schule ihre Lucienhaeusel aus Holz oder Pappe. Am Abend des Lucientages bringen die Kinder ihre Lucienhaeusel in die Pfarrkirche. Dort weden die Daecher abgenommen und ein Licht im innern des Haeusels angezuendet. In einer Prozzession ziehen die Kinder danach zum Fluss. Am Fluss werden die Lucienhaeusel auf das Wasser gesetzt und schwimmen als illumimierte Lichterflotte den Fluss hinunter.
7. Dezember 2007 Autor Willi Mueller

