Oben im Norden, wo der Winter schon frueh beginnt, wird Weihnachten besonders lange und intensiv gefeiert. Die Finnen beginnen mit den Weihnachtsfeiern schon im Oktober. Da finden die ersten kleinen Weihnachtsfeste statt, die die Finnen Pikkujoulu nennen. Pikkujoulu sind aber noch keine, von Geschenken und Weihnachtsschmuck begleiteten Feste, sondern eher wie wir es bezeichnen wuerden ein geselliges Beisammensein mit Freunden. Man will sich so die duestere, dunkle Zeit verkuerzen.
Ein Brauch im Westen Finnlands sind die Umzuege der Tierna-Pojat. Am Ende des Schuljahres ziehen die Schulkinder von Haus zu Haus und sammeln Geld. Frueher sammelten die Kinder für das kommende Schuljahr, inzwischen wird das gesammelte Geld jedoch fuer einen guten Zweck zur Verfuegung gestellt.
In den Bauernstuben in Finnland wird der Weihnachtsbaum nach alter Tradition an der Decke befestigt und mit Suessigkeiten, Fahnen und Kerzen dekoriert. Das Weihnachtsfest beginnt am Heiligen Abend um zwoelf Uhr am Mittag. Dann wird vom Rathaus der Weihnachtsfrieden verkuendet und die Weihnachtsfeierlichkeiten sind “offiziell eroeffnet”. Die Geschenke bringt nicht wie bei uns das Christkind, sondern Joulupukki der Weihnachtsmann, natuerlich auf einem von Renntieren gezogenen Schlitten.
12. Dezember 2007 Autor Willi Müller

