Trolle und Nisse die Weihnachtskobolde in Norwegen

Sobald in Norwegen am Nachmittag die Daemmerung hereinbricht, sind sie ueberall, die Trolle. Bei Einbruch der Dunkelheit kann sich jeder Strauch oder Baum in einen Troll verwandeln. Die teils riesengrossen und haesslichen Fabelwesen treiben ihr Unwesen speziell in den Waeldern. So weiss man in Norwegen nie bei einem Ausflug in den Wald, ob nicht ploetzlich eines dieser Fabelwesen auftaucht und sich einem in den Weg stellt.

Um die Trolle von den Wohnhaeusern fern zu halten, leuchten aus den Bauernstuben viele Lichter und die Vorhaenge werden extra nicht zugezogen, so dass im engeren Umkreis die Finsternis gebannt ist. Hier in der hellen Umgebung der Wohnhaeuser uebenehmen nun freundliche, kleinere Hausgeister das Regiment, die Nisse. Solange man die Nisse gut behandelt, sind sie sehr gutmuetige Wesen. Daher bekommt der Kobold in der Weihnachtsnacht von den Bewohnern eine Schuessel Weihnachtsgruetze und einen Krug Bier hingestellt. Doch wehe man vergisst ihn, dann kan man sich auf einen Racheakt gefasst machen. Ein gesaettigter und zufriedener Kobold bedankt sich jedoch bei seinen Gastgebern. Er zeigt sich nun als Jule-Nisse und ueberreicht und belohnt seine Wirte mit Weihnachtgeschenken.

15. Dezember 2007 Autor Willi Müller

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