Fuer unseren Staedtetrip nach Wien haben wir uns entschlossen, den Nachtzug zu nehmen. Da die die Fahrt doch einige Stunden dauert, sind wir so am naechsten Morgen ausgeruht in Wien angekommen.Unser Hotel, hatten wir rasch gefunden. Es lag an der Margaretenstrasse, sehr zentral. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, machten wir einen Stadtbummel um erste Eindruecke ueber Wien zu bekommen.
Wir landeten auch bald, durch Zufall ohne den Stadtplan hervorzunehmen, in der bekannten Einkaufszone von Wien, der Kaertnerstrasse. Sehr schoene, luxorioes ausgestatte Geschaefte reihen sich hier aneinander. Unser Weg fuehrte uns als naechstes zum Stephansplatz und dem Stephansdom. Der „Steffl“, wie ihn die Wiener liebevoll bezeichnen, wurde im gotischen Stil erbaut. Auffallend sind seine 4 hoch hinaus ragenden Tuerme, wobei der Suedturm die anderen drei noch um einige Meter ueberragt. Im Inneren erwartete uns barocke Pracht, speziell der Hauptaltar „erschlaegt“ uns fast mit seiner oppulenten Gestaltung. Umgeben von einer Menschenmenge wird auf dem Hauptaltar die Steinigung des hl. Stephans dargestellt.
Draussen fallen uns die vielen Fiaker auf, die schoen aufgereiht und herausgeputzt auf die Touristen warten. Man fuehlt sich ploetzlich um Jahrhunderte zurueckversetzt und hat das Gefuehl Mozart koennte jeden Moment auftauchen und in einen der wartenden Fiaker einsteigen.
Als naechstes fuehrt uns unser Weg zur Hofburg. Da ich schon einiges ueber die legendaere Kaiserin Sissi gelesen habe, bin ich gespannt auf die Besichtigung der Privatgemaecher des Kaiserpaares. Ich bin ja absolut kein grosser Fan von Schmuck, aber die hier gezeigten Konjuwelen machen mir schon Eindruck.
Soviel Kultur macht hungrig auf einen kleinen Imbiss. Wir suchen uns nun ein “original” Wiener Kaffehaus für eine Pause. Hier empfaengt uns eine ruhige und gelassene Atmosphaere. Das Interieur mit runden Bistrotischchen aus Marmor, runden Bogenfenstern und die Waende mit dunklem Holz verkleidet, so wie ich mir das vorgestellt hatte. Viele Besucher haben sich hinter ihren Zeitungen vergraben, andere nutzen die Gelegenheit fuer einen Schwatz (leider verstehe ich nicht alles!). Mir gefaellt die Atmospaehre. Sie ist einzigartig. Bei uns sind solche heimiligen Cafes leider je laenger je seltener zu finden. Die amerikanischen Kaffehausketten sind halt nicht vergleichbar.
Ich werde spaeter noch mehr ueber Wien berichten, wenn Sie nicht so lange warten wollen, schauen Sie es sich doch selber einmal an.
4. Oktober 2007 Autor Willi Mueller
