Reiseerfahrung: Wie feiert man Ostern in Russland

Osternest

Osternest

Reiseerfahrung: Wie feiert man Ostern in Russland? Ostern feiern die Russen -wie viele andere Europaer- mit der Familie und Verwandten. Der Mittelpunkt der oesterlichen Tafel ist unter anderen Leckereien der Kulitsch oder auch Osterbrot genannt. Kulitsch ist ein runder, hoher Hefekuchen mit Rosinen oder kandierten Fruechten. Er ist vorher in der Kirche geweiht worden und wird am Ostersonntag zusammen mit den Gaesten angeschnitten.

Fuer viele Russen steht am Ostersonntag ein Besuch auf dem Friehof auf dem Programm. Weil waehrend der Sowjetzeit ein Kirchenbesuch nicht gerne gesehen wurde, pilgern Millionen Russen am Ostersonntag auf die Friedhoefe und trinken an den Graebern ihrer Angehoerigen ein Glaeschen Wodka. Daraus hat sich im Laufe der Zeit ein regelrechtes Volksfest gebildet. Heute treffen sich viele Russen, ob glaeubig oder nicht, auf dem Friedhof zu einem Picknick.

Haben Sie lieber Besucher, liebe Besucherin Reiseerfahrung zur Osterzeit und welche Osterbraeuche in welchen Laendern haben Sie schon mitgefeiert oder kennengelernt?

Senden Sie uns doch einen Kommentar. Wir freuen uns darauf.

20. Maerz 2010 Autor Margit Mueller

Halloween „beglueckt“ uns bald wieder

Reiseerfahrung zu Halloween

Bald ist es wieder soweit. Halloween „beglueckt“ uns wieder. Ueber den Sinn und Unsinn von Halloween koennte man ja ganze Buecher schreiben.

Woher kommt der Name Halloween eigentlich? “All Hallows Evening”, zu deutsch: der Abend vor Allerheiligen. Urspruenglich ist Halloween ein keltischer Brauch. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November verabschiedeten die Druiden den Sommer. Die kalte, lange Winterzeit brach an. Die Druiden glaubten, dass in dieser Nacht die Toten auf die Erde zurueckkehrten.

Einwanderer aus England und Irland brachten diesen Brauch in die USA als sie zwischen 1830 und 1850 zu Hundertausenden auswanderten. Dort wurde er von anderen Volksgruppen uebernommen.

In unserer doch eher kleineren Gemeinde werden wir auch jedes Jahr wieder „beglueckt“ mit diesem amerikanischen „Import-Brauch“. Aber hier findet doch noch ein gewisser Gegenpool in Form eines von der Schule organisierten Raebelichtli-Umzugs statt. Das finde ich gut so. Und meine Feststellung in Sachen Halloween Aktivitaeten ist: Tendenz eher abnehmend.

Was meinen Sie zu Halloween?

28. Oktober 2008 Autor Willi Mueller

Wie feiert man Ostern in anderen Laendern Europas

In Italien wird Ostern traditionell, wenn es das Wetter zulaesst, mit einem Picknick mit der Familie und Freunden gefeiert. Zum Picknick gehoert in jedem Fall eine Torta di Pasquetta. Nichts fuer Schleckmaeuler, denn hier handelt es sich um einen salzigen Kuchen aus Ricotta, Spinat und hartgekochten Eiern.

In Finnland gehoeren zum Osterfest Kerzen und Birkenruten. Die Birkenruten sollen an die Palmwedel erinnern mit denen Jesus in Jerusalem begruesst wurde. In Finnland schlaegt man, oder besser gesagt klopft man, auf Bekannte und Freunde mit Birkenruten. Was fuer ein Sinn dahinter steckt, kann ich allerdings nicht sagen.

In Schweden wird Ostern etwas lauter gefeiert als bei uns, naemlich mit einem Feuerwerk. Es wird ein Osterfeuer entzuendet und die als Osterhexen verkleideten Gestalten werden symbolisch vom Osterfeuer weggejagt.

In der Schweiz feiert man Ostern in allen Kantonen wie in Deutschland mit Schokoladenhasen und Schokoladeneiern, einem Osterbrunch und Osternester suchen am Ostersonntag. Im Kanton Wallis wird in einigen Gemeinden noch einer uralten Ostertradition nachgegangen. Es werden Brot, Wein und Kaese verteil. In Kanton Genf werden zu den Osterfeiertagen die Brunnen mit Baender und Blumen geschmueckt.

Kennen Sie noch andere Osterbraeuche oder moechten Sie zu den obigen Oesterbraeuchen noch Ergaenzungen machen, dann klicken Sie am Ende des Artikels auf Kommentar. Ich freue mich auf jeden Kommentar.

29. Februar 2008 Autor Willi Müller

Wie Silvester feiern

Ja, wie Silvester feiern. Kaum sind die Weihnachtstage vorbei, taucht jedes Jahr diese Frage wieder auf. Im kleinen Kreis gemuetlich zuhause mit Freunden und Bekannten oder doch lieber eine grosse Silvestergala besuchen.Wie man sich auch entscheidet, der Mittelpunkt ist so oder so die Mitternachtsstunde, wenn mit einem grossen Feuerwerk und lautem Getoese das alte Jahr verabschiedet wird und das neue Jahr begruesst wird. Schliesslich sollen nach altem Brauch alle boesen Geister des alten Jahres verscheucht werden. So koennen wir das neue Jahr freudig und unbeschwert begruessen.

Feiern wir zuhause duerfen einige Gluecksbringer nicht fehlen. Das Schwein ist eines dieser Gluecksbringer. Ein Silvesteressen mit Schweinefleisch soll im kommenden Jahr viel Glueck bringen. Wollen Sie ganz sicher gehen und das Glueck doppelt herausfordern. Dann servieren Sie zum Schweinerippchen Sauerkraut. Das Geld soll sich dann im kommenden Jahr um soviel vermehren, wie Krautfaeden in ihrem Topf sind. Oder moegen Sie es lieber suess. Dann sind die herzigen Marzipanschweinchen vielleicht das richtige fuer ihre private Silvesterparty. Um Mitternacht, nach dem Genuss des prikelnden Champagners, wird eine Mitternachtssuppe sicher grossen Anklang finden. Wenn dann Erbsensuppe oder Bohnensuppe serviert wird, verheisst dies Segen und Wohlstand im neuen Jahr.

26. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Trolle und Nisse die Weihnachtskobolde in Norwegen

Sobald in Norwegen am Nachmittag die Daemmerung hereinbricht, sind sie ueberall, die Trolle. Bei Einbruch der Dunkelheit kann sich jeder Strauch oder Baum in einen Troll verwandeln. Die teils riesengrossen und haesslichen Fabelwesen treiben ihr Unwesen speziell in den Waeldern. So weiss man in Norwegen nie bei einem Ausflug in den Wald, ob nicht ploetzlich eines dieser Fabelwesen auftaucht und sich einem in den Weg stellt.

Um die Trolle von den Wohnhaeusern fern zu halten, leuchten aus den Bauernstuben viele Lichter und die Vorhaenge werden extra nicht zugezogen, so dass im engeren Umkreis die Finsternis gebannt ist. Hier in der hellen Umgebung der Wohnhaeuser uebenehmen nun freundliche, kleinere Hausgeister das Regiment, die Nisse. Solange man die Nisse gut behandelt, sind sie sehr gutmuetige Wesen. Daher bekommt der Kobold in der Weihnachtsnacht von den Bewohnern eine Schuessel Weihnachtsgruetze und einen Krug Bier hingestellt. Doch wehe man vergisst ihn, dann kan man sich auf einen Racheakt gefasst machen. Ein gesaettigter und zufriedener Kobold bedankt sich jedoch bei seinen Gastgebern. Er zeigt sich nun als Jule-Nisse und ueberreicht und belohnt seine Wirte mit Weihnachtgeschenken.

15. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Weihnachten in Finnland mit Joulupukki

Oben im Norden, wo der Winter schon frueh beginnt, wird Weihnachten besonders lange und intensiv gefeiert. Die Finnen beginnen mit den Weihnachtsfeiern schon im Oktober. Da finden die ersten kleinen Weihnachtsfeste statt, die die Finnen Pikkujoulu nennen. Pikkujoulu sind aber noch keine, von Geschenken und Weihnachtsschmuck begleiteten Feste, sondern eher wie wir es bezeichnen wuerden ein geselliges Beisammensein mit Freunden. Man will sich so die duestere, dunkle Zeit verkuerzen.

Ein Brauch im Westen Finnlands sind die Umzuege der Tierna-Pojat. Am Ende des Schuljahres ziehen die Schulkinder von Haus zu Haus und sammeln Geld. Frueher sammelten die Kinder für das kommende Schuljahr, inzwischen wird das gesammelte Geld jedoch fuer einen guten Zweck zur Verfuegung gestellt.

In den Bauernstuben in Finnland wird der Weihnachtsbaum nach alter Tradition an der Decke befestigt und mit Suessigkeiten, Fahnen und Kerzen dekoriert. Das Weihnachtsfest beginnt am Heiligen Abend um zwoelf Uhr am Mittag. Dann wird vom Rathaus der Weihnachtsfrieden verkuendet und die Weihnachtsfeierlichkeiten sind “offiziell eroeffnet”. Die Geschenke bringt nicht wie bei uns das Christkind, sondern Joulupukki der Weihnachtsmann, natuerlich auf einem von Renntieren gezogenen Schlitten.

12. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Weihnachtsstimmung mit Lichterhaeusln zum Lucientag

Die Heilige Lucia wurde in Syrakus dem heutigen Siracusa in Sizilien geboren. Am 13. Dezember wird ihr Namenstag in vielen Regionen gefeiert. Lucienbraeuche gibt es in Italien, Ungarn, Serbien, Schweden und Sueddeutschland. Der Name Lucia ist vom lateinischen Lux abgeleitet und bedeutet Licht. An vielen Orten werden am Luciatag Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt. Bluehen die Kirschzweige bis Ende des Jahres, so soll einem das Glueck fuer das kommende Jahr hold sein.

In Sueddeutschland gedenkt man der Sizilianerin mit einem schoenen Brauch, den Lichterhaeusln. Am 13. Dezember werden in Fuerstenfeldbruck bei Muenchen Lichthaeusel auf einem kleinen Nebenflus der Isar schwimmen gelassen. Die Kinder basteln in der Schule ihre Lucienhaeusel aus Holz oder Pappe. Am Abend des Lucientages bringen die Kinder ihre Lucienhaeusel in die Pfarrkirche. Dort weden die Daecher abgenommen und ein Licht im innern des Haeusels angezuendet. In einer Prozzession ziehen die Kinder danach zum Fluss. Am Fluss werden die Lucienhaeusel auf das Wasser gesetzt und schwimmen als illumimierte Lichterflotte den Fluss hinunter.

7. Dezember 2007 Autor Willi Mueller

Thorner Kathrinchen und die hl. Katharina

Die Geschichte der leckeren Weihnachtsplaetzchen und der hl. Katharina. Katharina lebte um 300 nach Christi in Alexandrien und war eine aegyptische Koenigstochter. Sie war schoen und sehr intelligent. Gemaess der Legende soll sie von einem Einsiedler zum christlichen Glauben bekehrt worden sein. In einer Diskussion verteidigte Katharina ihren christlichen Glauben mit schlagkraetigen Argumenten gegenueber den besten Gelehrten des damaligen Kaisers. Ihre Intelligenz wurde ihr aber zum Verhaengnis. Sie wurde enthauptet. Ihr Namenstag wird am 25. November gefeiert. In Frankreich und in den Niederlanden wurde sie zur Schutzpatronin der Spitzenkloepplerinnen.

In frueheren Zeiten wurde der Namenstag der hl. Katharina zum Anlass genommen mit dem Backen der Weihnachtsplaetzchen zu beginnen. Man startete die traditionelle Weihnachtsbaeckerei mit den nach ihr benannten Thorner Kathrinchen.

Das Rezept zu den Thorner Kathrinchen finden Sie in diesem Blog unter der Kategorie „Rezepte aus aller Welt“.

27. Oktober 2007   Autor Willi Müller

Halloween ein keltischer Brauch

Wie bei vielen anderen Braeuchen wird Halloween immer mehr kommerzialisiert. In den Geschaeften wird oft ein Teil der Flaeche nur fuer Halloween-Artikel zur Verfuegung gestellt. Dekoriert in den typischen Farben orange, schwarz, gelb und weiss stehen dort absonderliche Gegenstaende zum Verkauf. Auch in unserer Gemeinde ziehen die Schulkinder von Haustuer zu Haustuer und betteln um Geld mit einem forschen „Suesses oder Saures“. Woher kommt der Brauch?

Urspruenglich ist Halloween ein keltischer Brauch. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November verabschiedeten die Druiden den Sommer. Die kalte, lange Winterzeit brach an. Die Druiden glaubten, dass in dieser Nacht die Toten auf die Erde zurückkehrten. So wurden von den druidischen Priestern grosse Lagerfeuer entfacht und man opferte den keltischen Goettern Trink- und Esswaren, um sie moeglichst gnaedig zu stimmen. Mit den Feuern sollten die Lebenden vor Unheil bewahrt bleiben. Der Brauch wurde von den irischen Auswanderern in Amerika eingefuehrt und von anderen Volksgruppen dort uebernommen. Halloween wurde etwas umgewandelt. Man feierte mit einem Festmahl und verkleidete sich. Spaeter kam der Brauch wieder zurueck nach Europa.

11. Oktober 2007    Autor Willi Mueller

1. August Nationalfeiertag in der Schweiz

Am Schweizer Nationalfeiertag, dem Geburtstag der Schweiz, wird die Entstehung der Eidgenossenschft vor ueber 700 Jahren gefeiert, als sich Vertreter aus den Kantonen Unterwalden, Schwyz und Uri auf der Ruetliwiese trafen und ein Buendnis schlossen. Der Bundesbrief, der dieses Buendnis besiegelte, datiert im Jahre 1291.

Wie feiern die Schweizer den Nationalfeiertag? Ueber all im Land flattern die Landesfahnen in Rot-Weiss auf Plaetzen, Bruecken, Balkonen, Gaerten und von den Fenstersimsen und es werden Lampions angezuendet. Hoehenfeuer werden am Abend entfacht und ein Feuerwerk ob gross organisiert von den Gemeinden oder kleiner zuhause im Garten abgelassen, gehoert jedenfalls dazu.

Zur Verpflegung gibt es meist ein bodenstaendiges Essen, bestehend aus Servelats (Fleischwurst)oder Bratwuersten vom Grill, Buerli oder Brot, einen deftigen Wurstsalat-/Kaesesalat oder Hoernlisalat (Teigwaren).

Man feiert mit Freunden und Bekannten oder im Familienkreis bis weit in die Nacht hinein, bestaunt die Feuerwerke ringsum, geniesst ein kuehles Bier oder einen guten Tropfen Wein in geselliger Runde. Wenn dann nach Mitternacht die letzten Raketen und Vulkane verpufft sind, wird es wieder ruhiger und manch einer erwacht am naechsten Morgen, nach durchzechter Nacht, mit einem gewaltigen Brummschaedel.

Moechten Sie mehr erfahren ueber die Schweiz, dann schlagen Sie doch nach im Schweizer Reiseführer.

26.  Juli 2007   Autor Willi Müller

Schweizer Bräuche
Feste und Bräuche des Schweizer Volkes
Gebrauchsanweiung für die Schweiz
Dinge, die zum Überleben im wunderschönen Alpenland notwendig sind. Schweizer Politik und Geschichte, Folkloristisches und Kulinarisches, Verkehr und Lebensart.

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