Archiv des Autors: Willi Mueller

Trient und die schoene Region Trentino in Nord-Italien

Trient, oder auf italienisch Trento, ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Nord-Italien mit circa hunderttausend Einwohnern. Trient liegt, von Bergen umgeben, im Etschtal. Trient ist wegen seiner zentralen Lage ideal gelegen fuer Ausfluege in die Umgebung. Historischer Meilenstein der Stadt war das von 1545 bis 1563 abgehaltene Trienter Konzil welches die katholische und die evangelische Kirche naeher zusammenbringen sollte.

Tradition

Tradition

Die Stadt Trient und die Region Trentino haben den Besuchern einiges zu bieten. Neben der malerischen Landschaft, vielen Sehenswuerdigkeiten erwarten auch kulinarische Genuesse die Gaeste. Polenta in verschiedenen Variationen, Knoedel auf italienisch Canederli findet man ebenso auf der Speisekarte wie Weisskohl, der einen hohen Stellenwert in der heimischen Kueche besitzt, koestliche Kaesespezialitaeten, hervorragende Weine wie Marzemio oder Moscato und natuerlich Olivenoel.

Olivenernte

Olivenernte

4.  Januar 2008   Autor  Margit Müller

Borschtsch mit Pouletfleisch eine schmackhafte Wintersuppe

Rote Beete oder Randen ist ein Wintergemuese, auf das schon unsere Grossmuetter schwoerten, da ihm eine blutbildende und das Immunsystem unterstuetzende Wikung nachgesagt wird. Allerdings brauchen die roten Knollen, zur Zubereitung eine laengere Kochzeit als andere Gemuesesorten. Das schreckt einige Koeche und Koechinnen davon ab, die Rote Beete in der Kueche zu verwenden. Da man die Rote Beete inzwischen aber in den Laeden auch gekocht erhaelt, sollte dies kein Hinderungsgrund sein. Es ist jedoch ratsam bei der Zubereitung eine Kuechenschuerze ueberzuziehen und Wegwerfhandschuhe ueber die Haende zu streifen, sonst sieht man nachher buchstaeblich rot.

Zubereitung fuer 4 Personen:

300g Pouletbrust in grosse Streifen schneiden, pfeffern und salzen und in einer Pfanne in etwas Butter einige Minuten anbraten. Dann die Pfanne vom Herd nehmen. In der Zwischenzeit 150g gruene Bohnen in Salzwasser 10 Minuten blanchieren. 200g Rote Beete, vorgekocht, in grobe Stifte schneiden. Nun zu den angebratenen Pouletstreifen samt dem Bratensatz 800-900ml Gemuesebruehe aufgiessen und koecheln lassen. Das ganze nun mit Pfeffer, Zwiebelpulver, Salz und 1 ½ Essloeffeln Himbeeressig abschmecken. Anschliessend die gruenen Bohnen und die Rote Beete dazugeben und weitere 5 Minuten koecheln lassen.

28. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Wie Silvester feiern

Ja, wie Silvester feiern. Kaum sind die Weihnachtstage vorbei, taucht jedes Jahr diese Frage wieder auf. Im kleinen Kreis gemuetlich zuhause mit Freunden und Bekannten oder doch lieber eine grosse Silvestergala besuchen.Wie man sich auch entscheidet, der Mittelpunkt ist so oder so die Mitternachtsstunde, wenn mit einem grossen Feuerwerk und lautem Getoese das alte Jahr verabschiedet wird und das neue Jahr begruesst wird. Schliesslich sollen nach altem Brauch alle boesen Geister des alten Jahres verscheucht werden. So koennen wir das neue Jahr freudig und unbeschwert begruessen.

Feiern wir zuhause duerfen einige Gluecksbringer nicht fehlen. Das Schwein ist eines dieser Gluecksbringer. Ein Silvesteressen mit Schweinefleisch soll im kommenden Jahr viel Glueck bringen. Wollen Sie ganz sicher gehen und das Glueck doppelt herausfordern. Dann servieren Sie zum Schweinerippchen Sauerkraut. Das Geld soll sich dann im kommenden Jahr um soviel vermehren, wie Krautfaeden in ihrem Topf sind. Oder moegen Sie es lieber suess. Dann sind die herzigen Marzipanschweinchen vielleicht das richtige fuer ihre private Silvesterparty. Um Mitternacht, nach dem Genuss des prikelnden Champagners, wird eine Mitternachtssuppe sicher grossen Anklang finden. Wenn dann Erbsensuppe oder Bohnensuppe serviert wird, verheisst dies Segen und Wohlstand im neuen Jahr.

26. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Schwedischer Weihnachtsschinken

In Schweden ist ein grosser Weihnachtsschinken das traditionelle Weihnachtsgericht. Weder der Truthahn noch die Gans konnten dem Weihnachtsschinken bis heute seinen ersten Rang streitig machen. Der Weihnachtsschinken, mit einer feinen Senfkruste, wird im Ofen gebacken. Ein alter Brauch besagt, dass zu Weihnachten von allen Gerichten jeweils grosse Menge zubereitet werden, damit sie fuer die ganzen Feiertage reichen. An diesen alten Brauch halten sich die schwedischen Hausfrauen auch heute noch gerne, weil es praktisch ist und ihnen viele Stunden Kuechenarbeit waehrend der Weihnachtsfeiertage erspart.

Zubereitung fuer 8-10 Personen:

Einen gepoeckelten Schinken von 5-7 kg mit der Schwarte nach oben auf den Gitterrost legen. Den Schinken bei 150 Grad in den Backofen schieben und eine Fettpfanne darunter stellen. Pro Kilogramm Schinken betraegt die Bratzeit circa 50 Minuten. Nach der Garzeit den Schinken aus dem Ofen nehmen und die Schwarte abziehen. Nun 4 Essloeffel braunen Zucker mit 4 Essloeffel Senf gut vermischen und den Schinken damit bestreichen. 2-3 Essloeffel Paniermehl auf den Schinken streuen und etwas festklopfen. Anschliessend den Schinken nochmals in den Ofen schieben bis die Oberflaeche schoen braun ist (ca. 10 Minuten). Danach etwas abkuehlen lassen und den Schinken mit Gewuerznelken bestecken. Der Schinken wird warm serviert oder kann auch kalt aufgetragen werden.

18. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Trolle und Nisse die Weihnachtskobolde in Norwegen

Sobald in Norwegen am Nachmittag die Daemmerung hereinbricht, sind sie ueberall, die Trolle. Bei Einbruch der Dunkelheit kann sich jeder Strauch oder Baum in einen Troll verwandeln. Die teils riesengrossen und haesslichen Fabelwesen treiben ihr Unwesen speziell in den Waeldern. So weiss man in Norwegen nie bei einem Ausflug in den Wald, ob nicht ploetzlich eines dieser Fabelwesen auftaucht und sich einem in den Weg stellt.

Um die Trolle von den Wohnhaeusern fern zu halten, leuchten aus den Bauernstuben viele Lichter und die Vorhaenge werden extra nicht zugezogen, so dass im engeren Umkreis die Finsternis gebannt ist. Hier in der hellen Umgebung der Wohnhaeuser uebenehmen nun freundliche, kleinere Hausgeister das Regiment, die Nisse. Solange man die Nisse gut behandelt, sind sie sehr gutmuetige Wesen. Daher bekommt der Kobold in der Weihnachtsnacht von den Bewohnern eine Schuessel Weihnachtsgruetze und einen Krug Bier hingestellt. Doch wehe man vergisst ihn, dann kan man sich auf einen Racheakt gefasst machen. Ein gesaettigter und zufriedener Kobold bedankt sich jedoch bei seinen Gastgebern. Er zeigt sich nun als Jule-Nisse und ueberreicht und belohnt seine Wirte mit Weihnachtgeschenken.

15. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Weihnachten in Finnland mit Joulupukki

Oben im Norden, wo der Winter schon frueh beginnt, wird Weihnachten besonders lange und intensiv gefeiert. Die Finnen beginnen mit den Weihnachtsfeiern schon im Oktober. Da finden die ersten kleinen Weihnachtsfeste statt, die die Finnen Pikkujoulu nennen. Pikkujoulu sind aber noch keine, von Geschenken und Weihnachtsschmuck begleiteten Feste, sondern eher wie wir es bezeichnen wuerden ein geselliges Beisammensein mit Freunden. Man will sich so die duestere, dunkle Zeit verkuerzen.

Ein Brauch im Westen Finnlands sind die Umzuege der Tierna-Pojat. Am Ende des Schuljahres ziehen die Schulkinder von Haus zu Haus und sammeln Geld. Frueher sammelten die Kinder für das kommende Schuljahr, inzwischen wird das gesammelte Geld jedoch fuer einen guten Zweck zur Verfuegung gestellt.

In den Bauernstuben in Finnland wird der Weihnachtsbaum nach alter Tradition an der Decke befestigt und mit Suessigkeiten, Fahnen und Kerzen dekoriert. Das Weihnachtsfest beginnt am Heiligen Abend um zwoelf Uhr am Mittag. Dann wird vom Rathaus der Weihnachtsfrieden verkuendet und die Weihnachtsfeierlichkeiten sind “offiziell eroeffnet”. Die Geschenke bringt nicht wie bei uns das Christkind, sondern Joulupukki der Weihnachtsmann, natuerlich auf einem von Renntieren gezogenen Schlitten.

12. Dezember 2007 Autor Willi Müller

Weihnachtsstimmung mit Lichterhaeusln zum Lucientag

Die Heilige Lucia wurde in Syrakus dem heutigen Siracusa in Sizilien geboren. Am 13. Dezember wird ihr Namenstag in vielen Regionen gefeiert. Lucienbraeuche gibt es in Italien, Ungarn, Serbien, Schweden und Sueddeutschland. Der Name Lucia ist vom lateinischen Lux abgeleitet und bedeutet Licht. An vielen Orten werden am Luciatag Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt. Bluehen die Kirschzweige bis Ende des Jahres, so soll einem das Glueck fuer das kommende Jahr hold sein.

In Sueddeutschland gedenkt man der Sizilianerin mit einem schoenen Brauch, den Lichterhaeusln. Am 13. Dezember werden in Fuerstenfeldbruck bei Muenchen Lichthaeusel auf einem kleinen Nebenflus der Isar schwimmen gelassen. Die Kinder basteln in der Schule ihre Lucienhaeusel aus Holz oder Pappe. Am Abend des Lucientages bringen die Kinder ihre Lucienhaeusel in die Pfarrkirche. Dort weden die Daecher abgenommen und ein Licht im innern des Haeusels angezuendet. In einer Prozzession ziehen die Kinder danach zum Fluss. Am Fluss werden die Lucienhaeusel auf das Wasser gesetzt und schwimmen als illumimierte Lichterflotte den Fluss hinunter.

7. Dezember 2007 Autor Willi Mueller

Frankfurter Bethmaennchen eine weihnachtliche Spezialitaet

Frankfurter Bethmaennchen ist eine weihnachtliche Spezialitaet aus Marzipanteig. In Hessen gehoeren die Bethmaenchen auf jeden Fall auf den weihnachtlichen Plaetzchenteller. Ueber die Herkunft und den Erfinder der Frankfurter Bethmaennchen kursieren nur Vemutungen. So sollen die Bethmaennchen nach einer Frankfurter Bankiersfamilie benannt worden sein. Erfunden wurden sie demnach von einem Pariser Konditor, der bei der Bankiersfamilie als Koch taetig war.

Zutaten fuer ca. 40 Stueck:

250g Marzipanrohmasse mit 1 Eiweiss, 75g Puderzucker, 1 Essloeffel Mehl und eine Prise Salz zu einem glatten Teig verkneten. Anschliessend die Haende leicht mit Wasser anfeuchten, da der Teig sehr klebrig ist, und nun aus dem Teig 40 Kugeln formen. Die Marzipankugeln auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech setzen. 60g Mandeln halbieren. Nun an jede Kugel senkrecht 3 Mandelhaelften druecken. Im Backofen auf der miteleren Schiene bei 150 Grad ca. 20 Minuten backen. Die Bethmaennchen sollen goldgelb sein.4 Essloeffel Rosenwasser (erhaeltlich in Apotheken) und 2 Essloeffel Zucker um die Haelfte einkochen. Nachdem die Bethmaennchen aus dem Ofen sind mit dem Rosenwasser bepinseln und abkuehlen lassen.

5.  Dezember 2007   Autor Willi Müller

Thorner Kathrinchen eine Lebkuchenspezialitaet

Mit Thorner Kathrinchen, benannt nach der hl. Katharina und der Stadt Thorn an der Weichsel, wurde in frueheren Zeiten am 25. November, dem Namenstag der hl. Katharina, mit der Weihnachtsbaeckerei begonnen.

Rezept fuer ca. 200 Stueck:

500g Honig und 370g Zucker in einem Topf erhitzen und schmelzen lassen. Dann erkalten lassen und hin und wieder umruehren. In eine Schuessel umfuellen. 370g Mandeln, 750g Weissmehl, 1 Teeloeffel abgeriebene und unbehandelte Zitronenschale zu der Masse geben. Ausserdem je 1 Teeloeffel Gewuerznelke, Muskatnuss, Zimt, Kardamom unter die Masse ruehren, sowie 30g Pottasche, in 20ml Rum glattgeruehrt, dazugeben. Alles zu einem Teig verarbeiten. Die Schuessel zugedeckt an einen kuehlen Ort stellen (nicht in den Kuehlschrank). Der Teig sollte mindestens einen Tag ruhen.

Am naechsten Tag Backtrennpapier auf ein Backblech geben. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsflaeche einen halben Zentimeter dick ausrollen und 3 mal 4 cm grosse Rechtecke schneiden. Anschliessend bei 220 Grad ca. 15 Minuten backen. Nach dem Backen mit Zuckerguss bestreichen.

17.  November 2007    Autor Willi Müller

Heidesand ein beliebtes Adventsgebaeck

Wie schoen ist es doch, wenn es im ganzen Haus nach Weihnachtsplaetzchen duftet. Nun kommt wieder die Zeit wo in der Kueche eifrig geruehrt, geformt, gebacken und verziert wird. Ein Blech nach dem anderen wandert in den Backofen und man kann es kaum erwarten bis die ersten Plaetzchen zum Probieren fertig sind. Diese alte Tradition stimmt uns jedes Jahr so wunderbar in die weihnachtliche Zeit ein, das es sich lohnt ein wenig von unserer, heutzutags kostbaren Zeit, zu investieren.

Zubereitung fuer ca. 100 Stueck:

300g Butter in einer Pfanne schmelzen und abkuehlen lassen. Die Butter anschliessend etwa eine Stunde kuehl stellen. Danach die Butter mit einem Handruehrgeraet schaumig schlagen. 200g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker und eine Prise Salz unterruehren. Nun 500g Mehl in die Schuessel reinsieben und mit dem Knethaken des Ruhergeraets zu einem Teig verarbeiten.Zum Schluss kurz mit den Haenden nochmals durchkneten und den Teig zu zwei Rollen formen. In Klarsichtfolie einwickeln und 3-4 Stunden in den Kuehlschrank legen. Danach die Teigrollen in 7mm dicke Scheiben schneiden. Dann auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Backblech legen und waehrend 15-20 Minuten bei 180 Grad hellgelb backen. Zum Schluss die Plaetzchen etwas abkuehlen lassen vom Blech nehmen und zum Schluss mit etwas Zucker bestreuen.

15. November 2007    Autor Willi Mueller

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