In meinem Spanisch Sprachkurs in Málaga waren auch noch ein Japaner, zwei Engländerinnen, eine Deutsche und ein Franzose.
Unsere Lehrerin war Alicia. Wir waren alle ganz begeistert von ihr. Die 4 Unterrichtsstunden waren im Nu vorbei, und wir hatten ganz viel Spaß. Alicia ist eine kleine quirlige Spanierin, noch ziemlich jung und sehr sehr lustig. Wir bekamen auch eine Hausübung, die ich gleich unten am Strand erledigte. Nach dem Unterricht gingen der Franzose, er hieß Charles, und ich gleich dorthin. Charles erzählte mir ein bisschen was von Málaga, wo man am besten fortgehen und was trinken konnte. Er teilte sich mit 2 Spaniern und einer Deutschen eine WG, die Wohnung hieß Miraflores und war ganz in der Nähe der Schule. Ich begleitete ihn dorthin, und wir saßen dann noch einige Stunden auf der sonnigen Terrasse. Am Abend ging ich dann mit meinen neuen Freunden zuerst auf einen „aperitivo“ und dann zum Fischessen an den Strand. Nachdem die Spanier ja erst ab ca. 22 Uhr abend essen, hatte ich schon einen Riesenhunger. Das Warten hatte sich aber gelohnt, ich stopfte calamares, adobo und ein paar mejillones in mich hinein und ließ mir danach noch eine crema catalana schmecken. Dazu gab’s dann natürlich auch einen Weißwein, und davon nicht wenig.
Am nächsten Morgen im Kurs fragte mich Alicia: Barbara, ¿estás cansada? Meine Augenringe waren also nicht zu übersehen und ich antwortete, das spanische Leben sei ziemlich hart. Alicia tröstete mich mit „no te preocupes“, so gehe es allen, die zum ersten Mal in Spanien sind, der spanische Rhythmus sei eben schon ein bisschen anders. Nach dem Kurs gönnte ich mir eine siesta, und dann war ich wieder fit für den Abend.
Nach den 2 Wochen Spanisch Sprachkurs in Málaga hatte sich zwar mein Spanisch super entwickelt, aber mein Schlafnachholbedarf war auch schon ziemlich groß. Die letzte Nacht vor meinem Abflug schlief ich genau 2 Stunden, packte dann meine Sachen und fuhr mit dem Taxi zum Flughafen.
18. Mai 2010 Gast-Autorin Johanna Wagner