Dezember 28, 2007 – 2:38 pm
Rote Beete oder Randen ist ein Wintergemuese, auf das schon unsere Grossmuetter schwoerten, da ihm eine blutbildende und das Immunsystem unterstuetzende Wikung nachgesagt wird. Allerdings brauchen die roten Knollen, zur Zubereitung eine laengere Kochzeit als andere Gemuesesorten. Das schreckt einige Koeche und Koechinnen davon ab, die Rote Beete in der Kueche zu verwenden. Da man die Rote Beete inzwischen aber in den Laeden auch gekocht erhaelt, sollte dies kein Hinderungsgrund sein. Es ist jedoch ratsam bei der Zubereitung eine Kuechenschuerze ueberzuziehen und Wegwerfhandschuhe ueber die Haende zu streifen, sonst sieht man nachher buchstaeblich rot.
Zubereitung fuer 4 Personen:
300g Pouletbrust in grosse Streifen schneiden, pfeffern und salzen und in einer Pfanne in etwas Butter einige Minuten anbraten. Dann die Pfanne vom Herd nehmen. In der Zwischenzeit 150g gruene Bohnen in Salzwasser 10 Minuten blanchieren. 200g Rote Beete, vorgekocht, in grobe Stifte schneiden. Nun zu den angebratenen Pouletstreifen samt dem Bratensatz 800-900ml Gemuesebruehe aufgiessen und koecheln lassen. Das ganze nun mit Pfeffer, Zwiebelpulver, Salz und 1 ½ Essloeffeln Himbeeressig abschmecken. Anschliessend die gruenen Bohnen und die Rote Beete dazugeben und weitere 5 Minuten koecheln lassen.
28. Dezember 2007 Autor Willi Müller
Dezember 26, 2007 – 5:10 pm
Ja, wie Silvester feiern. Kaum sind die Weihnachtstage vorbei, taucht jedes Jahr diese Frage wieder auf. Im kleinen Kreis gemuetlich zuhause mit Freunden und Bekannten oder doch lieber eine grosse Silvestergala besuchen.Wie man sich auch entscheidet, der Mittelpunkt ist so oder so die Mitternachtsstunde, wenn mit einem grossen Feuerwerk und lautem Getoese das alte Jahr verabschiedet wird und das neue Jahr begruesst wird. Schliesslich sollen nach altem Brauch alle boesen Geister des alten Jahres verscheucht werden. So koennen wir das neue Jahr freudig und unbeschwert begruessen.
Feiern wir zuhause duerfen einige Gluecksbringer nicht fehlen. Das Schwein ist eines dieser Gluecksbringer. Ein Silvesteressen mit Schweinefleisch soll im kommenden Jahr viel Glueck bringen. Wollen Sie ganz sicher gehen und das Glueck doppelt herausfordern. Dann servieren Sie zum Schweinerippchen Sauerkraut. Das Geld soll sich dann im kommenden Jahr um soviel vermehren, wie Krautfaeden in ihrem Topf sind. Oder moegen Sie es lieber suess. Dann sind die herzigen Marzipanschweinchen vielleicht das richtige fuer ihre private Silvesterparty. Um Mitternacht, nach dem Genuss des prikelnden Champagners, wird eine Mitternachtssuppe sicher grossen Anklang finden. Wenn dann Erbsensuppe oder Bohnensuppe serviert wird, verheisst dies Segen und Wohlstand im neuen Jahr.
26. Dezember 2007 Autor Willi Müller
Dezember 18, 2007 – 2:36 pm
In Schweden ist ein grosser Weihnachtsschinken das traditionelle Weihnachtsgericht. Weder der Truthahn noch die Gans konnten dem Weihnachtsschinken bis heute seinen ersten Rang streitig machen. Der Weihnachtsschinken, mit einer feinen Senfkruste, wird im Ofen gebacken. Ein alter Brauch besagt, dass zu Weihnachten von allen Gerichten jeweils grosse Menge zubereitet werden, damit sie fuer die ganzen Feiertage reichen. An diesen alten Brauch halten sich die schwedischen Hausfrauen auch heute noch gerne, weil es praktisch ist und ihnen viele Stunden Kuechenarbeit waehrend der Weihnachtsfeiertage erspart.
Zubereitung fuer 8-10 Personen:
Einen gepoeckelten Schinken von 5-7 kg mit der Schwarte nach oben auf den Gitterrost legen. Den Schinken bei 150 Grad in den Backofen schieben und eine Fettpfanne darunter stellen. Pro Kilogramm Schinken betraegt die Bratzeit circa 50 Minuten. Nach der Garzeit den Schinken aus dem Ofen nehmen und die Schwarte abziehen. Nun 4 Essloeffel braunen Zucker mit 4 Essloeffel Senf gut vermischen und den Schinken damit bestreichen. 2-3 Essloeffel Paniermehl auf den Schinken streuen und etwas festklopfen. Anschliessend den Schinken nochmals in den Ofen schieben bis die Oberflaeche schoen braun ist (ca. 10 Minuten). Danach etwas abkuehlen lassen und den Schinken mit Gewuerznelken bestecken. Der Schinken wird warm serviert oder kann auch kalt aufgetragen werden.
18. Dezember 2007 Autor Willi Müller
Dezember 15, 2007 – 3:21 pm
Sobald in Norwegen am Nachmittag die Daemmerung hereinbricht, sind sie ueberall, die Trolle. Bei Einbruch der Dunkelheit kann sich jeder Strauch oder Baum in einen Troll verwandeln. Die teils riesengrossen und haesslichen Fabelwesen treiben ihr Unwesen speziell in den Waeldern. So weiss man in Norwegen nie bei einem Ausflug in den Wald, ob nicht ploetzlich eines dieser Fabelwesen auftaucht und sich einem in den Weg stellt.
Um die Trolle von den Wohnhaeusern fern zu halten, leuchten aus den Bauernstuben viele Lichter und die Vorhaenge werden extra nicht zugezogen, so dass im engeren Umkreis die Finsternis gebannt ist. Hier in der hellen Umgebung der Wohnhaeuser uebenehmen nun freundliche, kleinere Hausgeister das Regiment, die Nisse. Solange man die Nisse gut behandelt, sind sie sehr gutmuetige Wesen. Daher bekommt der Kobold in der Weihnachtsnacht von den Bewohnern eine Schuessel Weihnachtsgruetze und einen Krug Bier hingestellt. Doch wehe man vergisst ihn, dann kan man sich auf einen Racheakt gefasst machen. Ein gesaettigter und zufriedener Kobold bedankt sich jedoch bei seinen Gastgebern. Er zeigt sich nun als Jule-Nisse und ueberreicht und belohnt seine Wirte mit Weihnachtgeschenken.
15. Dezember 2007 Autor Willi Müller
Dezember 12, 2007 – 12:25 pm
Oben im Norden, wo der Winter schon frueh beginnt, wird Weihnachten besonders lange und intensiv gefeiert. Die Finnen beginnen mit den Weihnachtsfeiern schon im Oktober. Da finden die ersten kleinen Weihnachtsfeste statt, die die Finnen Pikkujoulu nennen. Pikkujoulu sind aber noch keine, von Geschenken und Weihnachtsschmuck begleiteten Feste, sondern eher wie wir es bezeichnen wuerden ein geselliges Beisammensein mit Freunden. Man will sich so die duestere, dunkle Zeit verkuerzen.
Ein Brauch im Westen Finnlands sind die Umzuege der Tierna-Pojat. Am Ende des Schuljahres ziehen die Schulkinder von Haus zu Haus und sammeln Geld. Frueher sammelten die Kinder für das kommende Schuljahr, inzwischen wird das gesammelte Geld jedoch fuer einen guten Zweck zur Verfuegung gestellt.
In den Bauernstuben in Finnland wird der Weihnachtsbaum nach alter Tradition an der Decke befestigt und mit Suessigkeiten, Fahnen und Kerzen dekoriert. Das Weihnachtsfest beginnt am Heiligen Abend um zwoelf Uhr am Mittag. Dann wird vom Rathaus der Weihnachtsfrieden verkuendet und die Weihnachtsfeierlichkeiten sind “offiziell eroeffnet”. Die Geschenke bringt nicht wie bei uns das Christkind, sondern Joulupukki der Weihnachtsmann, natuerlich auf einem von Renntieren gezogenen Schlitten.
12. Dezember 2007 Autor Willi Müller
Dezember 7, 2007 – 3:42 pm
Die Heilige Lucia wurde in Syrakus dem heutigen Siracusa in Sizilien geboren. Am 13. Dezember wird ihr Namenstag in vielen Regionen gefeiert. Lucienbraeuche gibt es in Italien, Ungarn, Serbien, Schweden und Sueddeutschland. Der Name Lucia ist vom lateinischen Lux abgeleitet und bedeutet Licht. An vielen Orten werden am Luciatag Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt. Bluehen die Kirschzweige bis Ende des Jahres, so soll einem das Glueck fuer das kommende Jahr hold sein.
In Sueddeutschland gedenkt man der Sizilianerin mit einem schoenen Brauch, den Lichterhaeusln. Am 13. Dezember werden in Fuerstenfeldbruck bei Muenchen Lichthaeusel auf einem kleinen Nebenflus der Isar schwimmen gelassen. Die Kinder basteln in der Schule ihre Lucienhaeusel aus Holz oder Pappe. Am Abend des Lucientages bringen die Kinder ihre Lucienhaeusel in die Pfarrkirche. Dort weden die Daecher abgenommen und ein Licht im innern des Haeusels angezuendet. In einer Prozzession ziehen die Kinder danach zum Fluss. Am Fluss werden die Lucienhaeusel auf das Wasser gesetzt und schwimmen als illumimierte Lichterflotte den Fluss hinunter.
7. Dezember 2007 Autor Willi Mueller
Dezember 5, 2007 – 2:40 pm
Frankfurter Bethmaennchen ist eine weihnachtliche Spezialitaet aus Marzipanteig. In Hessen gehoeren die Bethmaenchen auf jeden Fall auf den weihnachtlichen Plaetzchenteller. Ueber die Herkunft und den Erfinder der Frankfurter Bethmaennchen kursieren nur Vemutungen. So sollen die Bethmaennchen nach einer Frankfurter Bankiersfamilie benannt worden sein. Erfunden wurden sie demnach von einem Pariser Konditor, der bei der Bankiersfamilie als Koch taetig war.
Zutaten fuer ca. 40 Stueck:
250g Marzipanrohmasse mit 1 Eiweiss, 75g Puderzucker, 1 Essloeffel Mehl und eine Prise Salz zu einem glatten Teig verkneten. Anschliessend die Haende leicht mit Wasser anfeuchten, da der Teig sehr klebrig ist, und nun aus dem Teig 40 Kugeln formen. Die Marzipankugeln auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech setzen. 60g Mandeln halbieren. Nun an jede Kugel senkrecht 3 Mandelhaelften druecken. Im Backofen auf der miteleren Schiene bei 150 Grad ca. 20 Minuten backen. Die Bethmaennchen sollen goldgelb sein.4 Essloeffel Rosenwasser (erhaeltlich in Apotheken) und 2 Essloeffel Zucker um die Haelfte einkochen. Nachdem die Bethmaennchen aus dem Ofen sind mit dem Rosenwasser bepinseln und abkuehlen lassen.
5. Dezember 2007 Autor Willi Müller