Monatsarchiv: Oktober 2007

Thorner Kathrinchen und die hl. Katharina

Die Geschichte der leckeren Weihnachtsplaetzchen und der hl. Katharina. Katharina lebte um 300 nach Christi in Alexandrien und war eine aegyptische Koenigstochter. Sie war schoen und sehr intelligent. Gemaess der Legende soll sie von einem Einsiedler zum christlichen Glauben bekehrt worden sein. In einer Diskussion verteidigte Katharina ihren christlichen Glauben mit schlagkraetigen Argumenten gegenueber den besten Gelehrten des damaligen Kaisers. Ihre Intelligenz wurde ihr aber zum Verhaengnis. Sie wurde enthauptet. Ihr Namenstag wird am 25. November gefeiert. In Frankreich und in den Niederlanden wurde sie zur Schutzpatronin der Spitzenkloepplerinnen.

In frueheren Zeiten wurde der Namenstag der hl. Katharina zum Anlass genommen mit dem Backen der Weihnachtsplaetzchen zu beginnen. Man startete die traditionelle Weihnachtsbaeckerei mit den nach ihr benannten Thorner Kathrinchen.

Das Rezept zu den Thorner Kathrinchen finden Sie in diesem Blog unter der Kategorie „Rezepte aus aller Welt“.

27. Oktober 2007   Autor Willi Müller

Elsaesser Flammkuchen und junger Wein

Jetzt wo die Weintrauben wieder verlockend und mit suessem Duft in den Laeden praesentiert werden, herrscht in den Weinregionen reger Betrieb. Die Traubenernte ist im Gange und an vielen Orten finden Weinfeste statt. Laden Sie doch ihre Freunde zu einem privaten Weinfest ein und kredenzen sie die neuen Weine. Elsaesser Flammkuchen und ein junger Wein dazu ist eine ideale Kombination um einen gemuetlichen Abend in geselliger Runde zu verbringen.

Zubereitung fuer 4 Personen:

½ Wuerfel Hefe in 200ml lauwarmem Wasser aufloesen und mit 400g Roggenmehl und 1 Teeloeffel Salz zu einem Teig verkneten. Dann den Teig zugedeckt an einen warmen Ort stellen. Den Teig bis zur doppelten Groesse aufgehen lassen. Inzwischen 200g Fruehstuecksspeck in Wuerfel schneiden. 3 Zwiebeln schaelen und in feine Streifen schneiden. 200g Sahne, 200g Quark 1 Essloeffel Mehl, 3 Essloeffel Oel und 1 Teeloeffel Salz verruehren. Unter die Creme die Zwiebelstreifen mengen. Nun den Hefeteig nochmals durchkneten (Arbeitsflaeche vorher mit etwas Mehl besteuben). Ausrollen und auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Backblech legen. Kleine Raender formen und dann die Quarkcreme auf dem Teig verstreichen. Speckwuerfel darauf verteilen. Ca. 20 Min. im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad backen.

25. Oktober 2007   Autor Willi Müller

Risi Bisi typischer Klassiker der venezianischen Kueche

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Dieses bekannte italienische Gericht ist ein typischer Klassiker der
venezianischen Kueche. Frueher wurde in der Region Venedig das
Festa di San Marco (Fest des heiligen Markus) dem Schutzheiligen
von Venedig mit diesem Gericht gefeiert. Die traditionsbewussten
Venezianer essen am 25. April ein Risi Bisi.

Zubereitung fuer 4 Personen (als Beilage):

400 g Erbsen enthuelsen. 3 Essloeffel Olivenoel in einer Pfanne erhitzen.1 fein gehackte Zwiebel, 50 g klein gewuerfelten Schinken und 1 Bund gehackte Petersilie kurz duensten. Dann die Erbsen dazugeben und 1/2l Gemuesebouillon dazugiessen. 120g Reis einriesseln lassen und unter haeufigem Ruehren kochen lassen bis der Reis gar ist und eine dicke Konsistenz hat. Mit weissem Pfeffer, etwas geriebener Muskatnuss und Salz wuerzen. Zum Schluss 40g Butter und 40 g Parmesankaese untermischen und servieren.

Fleischbeilage: geschnetzeltes Rindfleisch
Gemuesebeilage: gedaempfter Lattich

21. Oktober 2007   Autor Willi Mueller

Meerrettichschaumsuppe

Zubereitung fuer 4 Personen:

1 Essloeffel Butter in einer Pfanne erhitzen bis sie schaeumt. 1 Essloeffel Mehl darin anschwitzen. ½ l Fleisch- oder Gemuesebruehe reingiessen und mit dem Schneebesen glattruehren. Mit Pfeffer, Salz und etwas weissem Balsamico-Essig wuerzen. ¼ l fluessige Sahne dazugeben. Nun 2 Essloeffel frisch geriebenen Meerrettich unterruehren.Die Suppe nochmals bei Bedarf mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit frischer Pertersilie bestreut servieren.

19. Oktober 2007   Autor Willi Müller

Lauwarmer Reissalat mit Eierschwaemmli

Herbstzeit ist Pilzezeit. Nun gibt es wieder feine Pilze in grosser Auswahl.
Eierschwaemme oder auch Pfifferlinge genannt, in der herbstlichen Farbmischung orange-braun geben diesem Reissalat eine wuerzige und pikante Note.

Zubereitung fuer 4 Personen:

250g Reis in 6dl kochende Gemuesebruehe einriesseln lassen. Den Topf zudecken und waehrend ca. 20 Min. garen lassen. Reis in eine Schuessel geben und etwas abkuehlen lassen. 1 grosse Zwiebel, 150g Kuerbis, fein gewuerfelt und 1 Knoblauchzehe durch die Knoblauchpresse gedrueckt, kurz in 4 Essloeffeln Pflanzenoel daempfen. Dann 1 Essloeffel scharfen Senf und 2 Essloeffel gemischte Kraeuter unter den Reis mischen. Mit Pfeffer und Salz und etwas weissem Balsamico-Essig abschmecken. 400g Eierschwaemme mit Haushaltspapier gut abputzen, vorhandene dunkle Stellen wegschneiden und in dem restlichen Oel kurz anbraten, ein wenig Wasser beigeben und kurz daempfen. Die Eierschaemme oben auf dem Reissalat verteilen und servieren.

18. Oktober 2007    Autor Willi Mueller

Traubentarte ein herbstlicher Genuss

Jetzt wo wieder die koestlichen roten und gruenen Trauben frisch auf dem Markt sind, hier ein Rezept fuer eine suesse Versuchung zum Nachmittagskaffe.

Zutaten fuer eine Kuchenform von 26cm Durchmesser:

125g Butter, 250g Mehl, 1 Ei, 1 Prise Salz und 80g Zucker zu einem Teig verkneten. Dann circa 30 Minuten im Kuehlschrank kalt stellen. Inzwischen fuer den Belag 500g Trauben, rote oder weisse je nach Geschmack, waschen und halbieren. 200g saure Sahne, 50g Zucker, 3 Eier gut verquirlen und die Traubenhaelften untermischen. Backblech mit Backtrennpapier auslegen. Den Teig ausrollen, auf das Blech geben und einen Rand formen. Traubenmasse gleichmaessig darauf verteilen. Anschliessend 50 Minuten bei 180 Grad backen. Zum Schluss mit Puderzucker bestaeuben.

14. Oktober 2007    Autor Willi Mueller

Halloween ein keltischer Brauch

Wie bei vielen anderen Braeuchen wird Halloween immer mehr kommerzialisiert. In den Geschaeften wird oft ein Teil der Flaeche nur fuer Halloween-Artikel zur Verfuegung gestellt. Dekoriert in den typischen Farben orange, schwarz, gelb und weiss stehen dort absonderliche Gegenstaende zum Verkauf. Auch in unserer Gemeinde ziehen die Schulkinder von Haustuer zu Haustuer und betteln um Geld mit einem forschen „Suesses oder Saures“. Woher kommt der Brauch?

Urspruenglich ist Halloween ein keltischer Brauch. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November verabschiedeten die Druiden den Sommer. Die kalte, lange Winterzeit brach an. Die Druiden glaubten, dass in dieser Nacht die Toten auf die Erde zurückkehrten. So wurden von den druidischen Priestern grosse Lagerfeuer entfacht und man opferte den keltischen Goettern Trink- und Esswaren, um sie moeglichst gnaedig zu stimmen. Mit den Feuern sollten die Lebenden vor Unheil bewahrt bleiben. Der Brauch wurde von den irischen Auswanderern in Amerika eingefuehrt und von anderen Volksgruppen dort uebernommen. Halloween wurde etwas umgewandelt. Man feierte mit einem Festmahl und verkleidete sich. Spaeter kam der Brauch wieder zurueck nach Europa.

11. Oktober 2007    Autor Willi Mueller

Schweiz – Rys und Poor (Reis und Lauch)

Rys und Poor ist eine Spezialitaet aus dem Kanton Uri.

Zubereitung fuer 3-4 Personen:

1 gehackte Zwiebel und 400g Lauch, in Stuecke geschnitten, in eine Pfanne geben und in 50g Butter anduensten. 300g Reis dazugeben und duensten bis der Reis glasig ist. Nun alles mit 1l Bouillon ableoschen mit Pfeffer und Salz abschmecken und auf schwachem Feuer weiterkoecheln lassen, bis der Reis koernig ist (ca. 15 Min.). Von Zeit zu Zeit den Reis umruehren. Falls noetig noch ein wenig Bouillon dazugeben.

Inzwischen in einer Bratpfanne 120g Butter zerlassen, 200g geschnetzelte (geschnittene) Zwiebeln und 2 fein gehackte Knoblauchzehen hineingeben und anduensten. Den Reis auf eine Servierplatte geben und die Zwiebelschwitze darueber giessen. Mit 200g geriebenem Kaese bestreuen und mit etwas Petersilie garnieren.

10. Oktober 2007   Autor Willi Müller

Wien – eine charmante Stadt mit originellen Kaffehaeusern

Fuer unseren Staedtetrip nach Wien haben wir uns entschlossen, den Nachtzug zu nehmen. Da die die Fahrt doch einige Stunden dauert, sind wir so am naechsten Morgen ausgeruht in Wien angekommen.Unser Hotel, hatten wir rasch gefunden. Es lag an der Margaretenstrasse, sehr zentral. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, machten wir einen Stadtbummel um erste Eindruecke ueber Wien zu bekommen.

Wir landeten auch bald, durch Zufall ohne den Stadtplan hervorzunehmen, in der bekannten Einkaufszone von Wien, der Kaertnerstrasse. Sehr schoene, luxorioes ausgestatte Geschaefte reihen sich hier aneinander. Unser Weg fuehrte uns als naechstes zum Stephansplatz und dem Stephansdom. Der „Steffl“, wie ihn die Wiener liebevoll bezeichnen, wurde im gotischen Stil erbaut. Auffallend sind seine 4 hoch hinaus ragenden Tuerme, wobei der Suedturm die anderen drei noch um einige Meter ueberragt. Im Inneren erwartete uns barocke Pracht, speziell der Hauptaltar „erschlaegt“ uns fast mit seiner oppulenten Gestaltung. Umgeben von einer Menschenmenge wird auf dem Hauptaltar die Steinigung des hl. Stephans dargestellt.

Draussen fallen uns die vielen Fiaker auf, die schoen aufgereiht und herausgeputzt auf die Touristen warten. Man fuehlt sich ploetzlich um Jahrhunderte zurueckversetzt und hat das Gefuehl Mozart koennte jeden Moment auftauchen und in einen der wartenden Fiaker einsteigen.

Als naechstes fuehrt uns unser Weg zur Hofburg. Da ich schon einiges ueber die legendaere Kaiserin Sissi gelesen habe, bin ich gespannt auf die Besichtigung der Privatgemaecher des Kaiserpaares. Ich bin ja absolut kein grosser Fan von Schmuck, aber die hier gezeigten Konjuwelen machen mir schon Eindruck.

Soviel Kultur macht hungrig auf einen kleinen Imbiss. Wir suchen uns nun ein “original” Wiener Kaffehaus für eine Pause. Hier empfaengt uns eine ruhige und gelassene Atmosphaere. Das Interieur mit runden Bistrotischchen aus Marmor, runden Bogenfenstern und die Waende mit dunklem Holz verkleidet, so wie ich mir das vorgestellt hatte. Viele Besucher haben sich hinter ihren Zeitungen vergraben, andere nutzen die Gelegenheit fuer einen Schwatz (leider verstehe ich nicht alles!). Mir gefaellt die Atmospaehre. Sie ist einzigartig. Bei uns sind solche heimiligen Cafes leider je laenger je seltener zu finden. Die amerikanischen Kaffehausketten sind halt nicht vergleichbar.

Ich werde spaeter noch mehr ueber Wien berichten, wenn Sie nicht so lange warten wollen, schauen Sie es sich doch selber einmal an.

4. Oktober 2007    Autor Willi Mueller

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