Vor ein paar Jahren im September besuchten wir Ascona im Tessin. Wir fanden ein huebsches kleines Familienhotel, dass nun fuer eine Woche unser zuhause wurde.
Bei unserer Ankunft regnete es Bindfaeden. Der Hoteldirektor beruhigte uns und meinte, dass dauert nur ganz kurz. Hier regnet es nie laenger. So machten wir uns auf den Weg, bewaffnet mit Regenschirmen, um uns Ascona anzuschauen.
Ascona liegt direkt am Lago Maggiore, in unmittelbarere Nachbarschaft von Locarno. Man merkt sofort, dass man sich im Sueden befindet, viele Palmen und exotische Pflanzen gedeihen hier praechtig. Im Zentrum des Ortes begegneten uns viele Touristen, die durch die Modegeschaefte, Boutiquen und Galerien flanierten, wie wir auch. Hier steht auch eines der Wahrzeichen Asconas, die Pfarrkirche San Pietro e Paolo, eine imposante Saeulenbasilika aus dem 16. Jahrhundert.
Oberhalb Asconas auf dem Monte Verita haben einige Schriftsteller, Kuenstler und Lebenskuenstler ihr staendiges Domizil eingerichtet. Unterhalb Monte Verita erstreckt sich ein langer Strassentunnel. Der wurde gebaut, damit sich der Autoverkehr nicht durch Ascona zwaengen muss. Und wir konnten so auf der alten Uferstrasse einen gemuetlichen Spaziergang unternehmen. Nur eines nervte, es hoerte nicht auf zu regnen.
Somit war das grosszuegige Strandbad eben nicht so interessant und ebenso der Wassersport wie Surfen oder Segeln reizt halt mehr bei Sonnenschein. Dafuer machten wir auf einem der Linienschiffe eine Fahrt auf dem Lago Maggiore zu dem gegenueberligenden Ort Luino, der zur italienischen Provinz Varese gehoert und bekannt ist fuer seinen woechentlich stattfindenden Markt, speziell Lederwaren, von der Geldboerse bis zu Lederjacke, findet man hier eine grosse Auswahl.
Es war sehr schoen in Ascona, aber es regnete doch fast die ganze Woche. Nichts desto Trotz werden wir wieder hinreisen.
28. August 2007 Autor Willi Müller